Die Kreuzspinne
Spinnenarten — Von Spinne am 04.02.2010 um 11:12Bei der Kreuzspinne handelt es sich um die größte Spinne, die es auch in Deutschland gibt. Die Kreuzspinnen gehören zur Familie der Radnetzspinnen. Kreuzspinnen gibt es in mehreren hundert Arten, die auf der ganzen Welt anzutreffen sind. In Mitteleuropa gibt es zehn Kreuzspinnenarten. Die wohl bekannteste Kreuzspinne ist die Gartenkreuzspinne. Diese wurde 2010 zur Spinne des Jahres gekürt. Die Gartenkreuzspinne hat ihren Namen daher, weil sie in Gärten anzutreffen ist und eben auch das für diese Spinnenart charakteristische Kreuz auf dem vorderen Hinterleib hat. Bei der Gartenkreuzspinne besteht dieses aus fünf Flecken, und zwar aus einem kreisförmigen Fleck in der Mitte und vier länglichen. Bei diesen Flecken handelt es sich um Stoffwechselprodukte. Diese werden unter dem Chitinpanzer abgelagert und eben sichtbar. Der Chitinpanzer schützt den Körper der Kreuzspinne. Er ist besonders robust und widerstandsfähig.
Charakteristische Flecken
Außer den charakteristischen Flecken auf dem Hinterleib können die Spinnen dieser Art allerdings ganz unterschiedlich aussehen, denn die Grundfarbe der Spinnen ist variabel und passt sich von der Färbung her der Helligkeit der Umgebung an, in der die Spinnen agieren. So kann sich die Kreuzspinne tarnen. Die Körperlänge der Weibchen kann bis zu 18 mm betragen, die der Männchen etwa 10 mm. Anzutreffen ist diese Spinnenart aber nicht nur in heimischen Gärten, sondern auch in Streuobstwiesen und in Kiefernwäldern, Buchen- und auch Tannenwäldern, wie auch in Hochmooren.
Kreuzspinne frisst Insekten
Die Kreuzspinnen ernähren sich überwiegend von Insekten aller Art. Diese fangen sie in ihren Netzen. Kreuzspinnen essen auch Hummeln, Bienen, Schmetterlinge und Wespen. Ihre Beute umwickeln sie allerdings erst nach dem Biss mit ihren Spinnfäden und zersetzen ihre Beute durch ihre Verdauungsenzyme. Ist die Kreuzspinne satt, dann wird die Beute als Vorrat ins Netz gehängt. Die Paarungszeit bei den Kreuzspinnen beginnt im August. Nach dem Paarungsakt werden die Männchen von den wesentlich größeren Weibchen. Die Paarung an sich dauert nur wenige Sekunden und wird mehrfach wiederholt. Die Eier legt die Kreuzspinne in gelblichen Kokons ab. Diese bestehen aus fein gesponnen Fäden. Hat das Weibchen diese Aufgabe erfüllt, stirbt es. Die jungen Spinnen schlüpfen dann im April / Mai des Folgejahres.
Ähnliche Beiträge:
- Essgewohnheiten der Spinnen
- Kleine und große Spinnen
- Spinnen und ihr Beuteschema
- Spinnen sind nützliche Tiere
- Spinnen: Balz und Fortpflanzung

Twittern
Diggen
Zu Delicious hinzufügen
Stumblen