Die Webspinne

Spinnenarten — Von Spinne am 12.02.2010 um 14:45

Die Webspinne – ihn botanischer Name lautet Araneae – ist weltweit verbreitet. Es gibt von ihnen ca. 41.000 Arten, die in 3.747 Gattungen und 109 Familien eingeteilt werden. Wie alle anderen Spinnentiere haben auch diese Spinnen acht Beine. Das äußerlich wohl auffälligste Merkmal der Webspinnen ist, dass Brust und Kopf ein Stück, den sogenannten Prosoma bilden. Das deutlich größere Hinterleib der Webspinnen bildet sozusagen einen eigenen Komplex. Webspinnen verfügen über große Kieferklauen, die in eine Giftdrüse münden. Diese dient dazu, dass das Gift über die Klaue in den Körper des Beutetiers geleitet wird, was dieses entweder tötet oder betäubt. Außer den Kieferklauen verfügen die Webspinnen auch noch über Kiefertaster. Diese sind mehrgliedrig. Beim Weibchen hat der Kiefertaster die Form von einem verkürzten Bein, dem Männchen dient es als Begattungsorgan. Bei den Webspinnen bestehen die Beine aus sechs bzw. aus sieben Gliedern. Zusammen mit den Becherhaaren, den sogenannten Trichobothrien stellen bei diesen Spinnen auch die Beine ein wichtiges Sinnesorgan dar.

Webspinne: haarige Beine

Je nach Art sind die Beinhaare mehr oder weniger lang ausgebildet. Die Beinpaare enden dann bei den netzbauenden Trionycha. Durch die Mittelklaue am Tarsus wird der Faden für das Spinnen des Netzes geführt. Das Organ, aus dem letztlich das Sekret austritt, das proteinhaltig ist und erst an der Luft sich verfestigt, sind die Spinndrüsen. Die Webspinnen haben im Laufe der Evolution für das Spinnen ihrer Netze die Fähigkeit entwickelt die Fußklauen hierfür zu verwenden.

Sehr breites Sichtfeld

Durch die Anordnung der acht Augen haben Spinnen ein sehr breites Sichtfeld. Besonders die vorderen Mittelaugen sich besonders beweglich. Sie werden durch sechs Muskel bewegt und sind so auch seitlich verschiebbar. Die Spinne weiß daher ganz genau was rechts, links, oben und unten vor sich geht. Man vermutet, dass die Spinnen farbig sehen können, aber nur wenige Arten können Formen sehen. Sicher ist allerdings, dass das wohl wichtigste Sinnenorgan der Spinnen das lyriforme Organ ist. Dieses dient der Erkennung von Vibrationen. Zu finden ist dieses Organ an den Beinen der Spinnen und ist bei den meisten Arten in der Nähe der Gelenke platziert. Dieses Organ besteht aus einer Reihe von unterschiedlich langen parallelen Spalten. Jeder diese Spalte hat eine zylindrische Vertiefung.

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