Spinnen: Balz und Fortpflanzung
Spinnen in der Natur — Von Spinne am 14.02.2010 um 15:24Wie sich Spinnen fortpflanzen wissen nur wenige. Allerdings ist vielen bekannt, dass die Weibchen nach dem Geschlechtsakt die Männchen meist auffressen, andere sterben auch unmittelbar nach der Paarung auf natürlich Art und Weise an Schwäche, teils aber auch an Hunger. Ein Männchen in der Spinnenwelt zu sein ist daher nicht von langer Dauer. Dabei haben gerade die Männchen bei der Paarung eine sehr wichtige Aufgabe zu erfüllen. Die Spinnenmännchen haben ihrer Sexualorgane in den Kiefertastern, den Pedipalpen sitzen. Die meisten Spinnenmännchen geben das Sperma auf ein kleines Spinnengewebe ab. Dieses wird dann in den Tastern eingesaugt und gehen dann auf die Suche nach einer Partnerin. Die Balz der Spinnenmännchen findet über optische Signale statt.
Spinnen: Unterschiedliche Balzrituale
Allerdings wird bei vielen Spinnenarten die Balz auch durch Berührungen des Spinnenweibchens ausgelöst. Die Webspinnenmännchen nutzen für die Balz auch Vibrationssignale. Hierfür wird das Netz des Weibchens in Schwingung versetzt. In Vibration versetzt werden dabei die an den Beinen vorhandenen Sinnesorgane. Andere Spinnenarten verwenden für die Balz auch ein rhythmisches Klopfen.
Spinnen: Die Befruchtung
Bei eigentlichen Fortpflanzungsakt werden die Kiefertaster, die zuvor mit dem Spinnensperma aufgefüllt wurden, in die Samentaschen den Spinnenweibchen ein. Dieses Sperma reicht für die Befruchtung der Eier von gleich mehreren Gelegen. Die eigentliche Befruchtung erfolgt dann, wenn die Eier bei der Eiablage an dem Sperma entlang gleiten. Dies kann auch erst einige Wochen nach dem Fortpflanzungsakt sein. Während einige Spinnenarten nur zwei Eier ablegen, sind es meist allerdings meist zwischen 50 bis 2000 Eier, die in einen Kokon eingesponnen werden. Viele Arten bewachen ihren Nachwuchs. Und zwar solange bis die Jungspinnen ausschlüpfen. Es gibt allerdings auch Spinnenarten, die ein Eipaket mit sich herumtragen. Die Jungspinnen schlüpfen im Kokon. Darin häuten sie sich auch das erste Mal und werden zu richtigen mit Spinndrüsen und Augen. Nachdem die Spinnen den Kokon verlassen haben, zerstreuen sich die Jungspinnen in alle Winde. Bis Spinnen geschlechtsreif werden, bedarf es im Übrigen je nach Art drei bis zehn Häutungen. Die Zwischenräume sind unterschiedlich lange, weil viele Spinnen auch nur ein Jahr lang leben und sich in dieser Zeit natürlich auch fortpflanzen. Durch die Häutung erneuern die Spinnen ihr unter Umständen beschädigtes Außenskelett immer wieder neu.
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