Spinneneinfuhr über die großen Handelshäfen
Spinnenhaltung — Von Spinne am 02.08.2010 um 09:06Im Zuge der immer stärker werdenden Importe aus fernen Ländern und Kontinenten, überwinden auch für uns fremde Tiere sehr große Entfernungen ganz leicht, da die natürlichen Grenzen wegfallen. Dabei sind diese blinden Passagiere, wie etwa handtellergroße Spinnen und Insekten als interessante, aber in den allermeisten Fällen harmlose Zusatzfracht zu bewerten.
Gefährlich wird es, wenn anerkannte Schädlinge, wie der asiatische Kiefernfadenwurm oder der asiatische Laubholzbockkäfer über Holz-Paletten eingeschleppt werden. Diese hierzulande unbekannten Insekten stellen tatsächlich eine nicht zu unterschätzende Gefahr für unsere Wälder dar. Aus diesem Grund werden Überseecontainer häufig mit Insektenschutzmitteln begast.
Gase machen den Spinnen den Garaus
Die zumeist verwendeten Gase sind giftig und führen beim Einatmen zu gesundheitlichen Schäden. Häufig sind diese Gase auch geruchsneutral und farblos; das erhöht die Gefährlichkeit für die Mitarbeiter zusätzlich. Etliche Unfallmeldungen beweisen, dass die verschiedensten Vergiftungserscheinungen wie auftretende Übelkeit, plötzlicher Schwindel und Kopfschmerzen von Mitarbeitern angegeben wurden. Einige mussten nach dem Betreten eines Überseecontainers ärztlich behandelt werden. Es ist also ein zweischneidiges Schwert, da müssen die Vor- und Nachteile einer Container-Begasung abgewogen werden. Der Gesundheitsschutz von Mitarbeitern muss immer die oberste Priorität haben, aber auch der Naturschutz in Europa wird mit Argusaugen im Blick behalten.
Gleichgewicht in der Spinnenpopulation
Auch Spinnen aus den fernen Ländern haben hier in unseren Breitengraden kaum Überlebenschancen. Es ist den meisten Arten einfach zu kalt und nass. Einen wirklich kalten Winter würde hier in Nordeuropa keine eingeschleppte Art überleben, selbst wenn sie sich unter Kellerschachtabdeckungen verkriecht. Im Zuge der allgemeinen Erderwärmung kann es aber in einigen Jahrzehnten so weit sein – auch die exotischen, tropischen Insekten- und Spinnen-Arten könnten sich hier vermehren. Das würde für viele unserer kleineren einheimischen Arten das Todesurteil bedeuten.
Foto: Daniel Fuhr – Fotolia.com
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