Hundehaftpflicht beantragen

Tierhaltung — Von Spinne am 12.12.2011 um 08:52

Sobald man sich einen Hund zulegt, stellt sich die Frage, ob man eine Hundehaftpflicht beantragen soll. Je nach Größe des Hundes und Bundesland ist dies sogar Pflicht für den Hundehalter, so dass einem die Entscheidung in diesen Fällen abgenommen wird. Aber auch bei kleineren Hunden oder in den Bundesländern, in denen keine Pflicht zur Versicherung besteht, kann es Sinn machen eine Hundehaftpflichtversicherung zu beantragen.

Für wen lohnt sich eine Hundehaftpflichtversicherung?

Wenn die Frage im Raum steht, ob man eine Hundehaftpflicht beantragen sollte, ist es wichtig sich klar zu machen, dass man die Gefahr, die vor allem von kleinen Vierbeinern ausgeht, schnell unterschätzt. Im Schadensfall haftet der Besitzer unbegrenzt. Da das Verhalten eines Hundes auf keinen Fall immer voraussehbar ist, ist eine Hundehaftpflichtversicherung für jeden Hundebesitzer sinnvoll. Es kann immer passieren, dass sich ein Hund losreißt und einen Verkehrsunfall verursacht oder in einen Kampf mit einem anderen Hund verwickelt wird. Auch weniger spektakuläre Ereignisse können hohe Folgekosten mit sich bringen, beispielsweise dann, wenn Welpen Schuhe oder Kleidungsstücke ankauen. Eine Hundehaftpflicht abzuschließen lohnt sich also in jedem Fall, egal wie groß der Hund ist. Nur so lassen sich unerwartete Haftungsansprüche, die schnell mehrere Tausende Euro betragen können, vermeiden.

Hundehaftpflicht beantragen – welche Informationen sind wichtig?

Man sollte keine Hundehaftpflicht beantragen, ohne sich vorher über die verschiedenen Angebote informiert zu haben. Die meisten Versicherungen bieten eine Hundehaftpflicht für wenige Euro im Monat an. Allerdings sollte man in jedem Fall die Vertragsbedingungen genau studieren und darauf achten, dass der Hund auch dann versichert ist, wenn Freunde oder Nachbarn auf ihn aufpassen. Auch das Führen ohne Leine sollte mitversichert sein, weil es jederzeit vorkommen kann, dass der Hund unbemerkt selbstständig den Weg ins Freie sucht. Eine hohe Deckungssumme und Mietsachschäden sollten ebenfalls im Vertrag enthalten sein. Eine Selbstbeteiligung sollte vermieden werden. Da der monatliche Beitrag zumeist ohnehin nicht allzu hoch ist, lohnt sich eine Versicherung meistens nicht mehr, wenn im Schadensfall eine Selbstbeteiligung aufgebracht werden muss. Ausnahme kann allerdings das Versichern eines Kampfhundes sein, da dies mit wesentlich höheren Kosten einhergeht, sofern überhaupt eine Gesellschaft gefunden wird, die den Hund versichern möchte. Ob sich eine Selbstbeteiligung lohnt, sollte individuell berechnet werden. Plant man, den Hund mit ins Ausland zu nehmen, sollten auch Auslandsschäden Bestandteil des Vertrages sein. Wenn man diese Punkte beachtet, ist der Schutz einer Hundehaftpflicht für relativ wenig Geld gewährleistet.

Foto: Ellen Ebenau – Fotolia.de

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